Garten in Märkisch-Oderland
 Ein Stück selbstgestaltete Natur - Kleinod und Idylle 
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Kompost ist der wichtigste organische Dünger

Nicht zu Unrecht wird er auch als die "Sparbüchse des Gärtners" bezeichnet. Ausgangsmaterial für die Herstellung von organischen Dünger sind alle im Garten anfallenden organischen Abfälle, wie holzige und krautige Pflanzenteile, Erntereste, Rasensoden, Rasenschnittgut, Laub und auch zerkleinerte Zweige vom Gehölzschnitt. Hinzu kommen Abfälle aus der Küche, wie Kartoffelschalen, Gemüsereste, die nicht mehr als Kleintierfutter dienen können. Unzersetzliche Abfallstoffe, wie Plastabfälle, Glas, oder Stoffe mit pflanzenschädigenden Bestandteilen sowie durch Krankheitserreger oder Schädlinge verseuchte Pflanzenteile, gehören nicht auf den Komposthaufen.

Die kompostbildenden Stoffe werden schichtweise aufgesetzt. Die Sohlenbreite der Miete sollte 2m nicht überschreiten, die Länge der Kompostmiete richtet sich nach Bedarf und den vorhandenen Platz. Jeweils nach einer 30cm dicken Schicht aus organischen Abfällen folgt eine 10cm hohe Erdschicht. Der Kompostmiete kann man bis zu 2Kg kohlensauren Kalk/m³ fein verteilt beimischen. Dieser Zusatz wird vor allem bei kalkarmen Böden notwendig. Wenn man zur Kompostierung stickstoffarme Ausgangsstoffe wie Schilf, verholzte oder strohige Abfälle und Entrindungsabfälle in größeren Mengen verwendet, sollte man der Kompostmiete bis zu 4Kg Kalkammonsalpeter/m³ zusetzen.

Geschichtet wird bis zu einer Höhe von 1,50m. Mit Hilfe von Pfählen werden Lüftungslöcher eingerichtet. Diese Pfähle werden beim setzen der Kompostmiete im Abstand von 50cm in die Miete gesetzt und nach ihrer Fertigstellung herausgezogen. Die Kompostmiete wird zweimal umgesetzt, zum erstenmal nach 6 bis 8 Wochen nach dem Ansetzen. Zu trockenes Material sollte man beim Umschichten anfeuchten. Das zweite mal wird wiederum nach 6 bis 8 Wochen umgesetzt. Die notwendige Kompostierungsdauer ist vom Ausgangsmaterial und von den Witterungsbedingungen abhängig.

Anwendungsfertiger Kompost muss einen kräftigen Erdgeruch haben und gleichmäßig zersetzt sein. Zur Bodenstrukturverbesserung können auch noch nicht völlig zersetzte Pflanzenreste, beispielsweise Reste von Zweigen und Kohlstrünke, enthalten sein. Solcher Kompost entsteht bei guter Pflege allgemein nach 3/4jähriger Lagerung. Völlig vererdeter Kompost, der für Saatbeete und Jungpflanzenanzucht verwendet werden soll, bedarf meist einer 1 1/2jährigen Kompostierung.

Bewährt hat sich besonders bei kleinen Wochenendgärten die Herstellung eines Kompostsilos oder Kompostkastens. Vier Holzpfosten werden senkrecht im Quadrat von etwa 1x1m in den Boden gesetzt. Die Seiten werden mit Rundhölzern oder Latten so verschlossen, das noch genügend Luft in das innere des Silos eindringen kann. Dann wird genauso wie bei der Kompostmiete geschichtet. Schon nach einer 3/4jähriger Lagerung ist die unterste Schicht verwendbar. Die unteren Latten werden seitlich herausgezogen, und die fertige Komposterde wird mit dem Spaten abgestochen.

Der Platz jeder Kompostanlage sollte schattig und Windgeschützt, aber gleichzeitig leicht zugänglich sein. Wird gut verrottete Komposterde benötigt, muss man den Kompost mit einen nicht zu feinen Sieb sieben; etwa 20 bis 30mm Maschenweite ist am günstigsten. Die unzersetzten Rückstände werden auf den neuen Haufen gegeben, nachdem Steine und unverrottbare Stoffe ausgelesen worden sind.

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